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Rettet den Vorgarten

Journalistenwettbewerb Rettet den Vorgarten:
Die ZEIT gewinnt mit „Ich bin die Hecke“

Im Dezember war die Jury des Journalistenwettbewerbs „Rettet den Vorgarten“ damit beschäftigt, die eingereichten Zeitungsberichte, Videos, Podcasts und Blogbeiträge zu sichten und auszuwerten. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) e.V. hatte den Wettbewerb 2018 zum zweiten Mal im Rahmen seiner gleichnamigen Initiative ausgeschrieben. Das Ziel: Bewusstsein für den Vorgarten zu schaffen und Hausbesitzern sowie der Grünen Branche überzeugende Argumente für die Gestaltung mit lebendigen Pflanzen zu liefern.

Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Preis würdigt journalistische Arbeiten, die sich mit dem Vorgarten und allen Aspekten, die damit zusammenhängen, auseinandersetzen. Bis zum 15. November konnten Beiträge, die in diesem Jahr in einem deutschsprachigen Medium erschienen sind, eingereicht werden. Die Anzahl der Teilnehmer war auch diesmal wieder groß. „Auffallend war die Breite der unterschiedlichen Medien, aber vor allem auch das hohe Niveau in der Berichterstattung,“ so Achim Kluge, Vizepräsident des BGL sowie Vorsitzender und Mitglied der Jury. „Es wurde sehr umfassend argumentiert, es gab aber auch sehr viele praktische Hinweise, wie man den Vorgarten zu einem lebenswerten Freiraum vor der Haustüre gestalten kann.“

Die Gewinner stehen fest:

1. Preis
Der in der ZEIT am 26. Oktober 2018 veröffentlichte zweiseitige Beitrag des Autors Götz Hamann mit dem Titel „Ich bin die Hecke“ wird mit dem ersten Preis im Journalistenwettbewerb „Rettet den Vorgarten“ ausgezeichnet. Er erschien in der Rubrik „ZEIT zu entdecken“ der Wochenzeitung und beschreibt, begleitet von einem kompakten historischen Abriss unserer Gartenkultur, was heute in deutschen Vorgärten vielerorts geschieht und versucht die Motive dahinter zu ergründen. Hamann überzeugte die Jury durch seine klare Ansage: „Überall im Land verwandeln die Leute ihre Gärten in Steinwüsten. Das ist nicht schön. Das ist naturfeindlich.“ Dazu wurde ein ganzseitiges Foto einer Gabione abgedruckt. Mehr Aufmerksamkeit konnte man für das Thema nicht gewinnen. Jury-Vorsitzender Kluge: „Der Artikel ist ein herrliches ZEITstück, das den Finger in die Wunde legt und feuilletonistisch – ohne erhobenen Zeigefinger, aber nicht ohne Ernst – zeigt, was derzeit nicht ganz richtig läuft.“

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2. Preis
Den zweiten Preis im Journalistenwettbewerb „Rettet den Vorgarten“ gewinnt Gisela Sämann vom Reutlinger General-Anzeiger. Die Tageszeitung widmete dem Vorgarten im Mai und Juni 2018 eine umfängliche, reichbebilderte Serie, flankierend zur Ausstellung „Garden Life“ in Reutlingen. Neben der sehr informativen Berichterstattung gab es auch eine Leseraktion, bei der jeder Fotos seines Vorgartens einreichen konnte. Wie groß das Interesse der Leser an dem Thema war, zeigte die umfangreiche Bildergalerie mit über hundert Fotos auf der GEA-Homepage. „Der Vorgarten ist gerettet“ lautete dann auch der überzeugende Titel des letzten Beitrags der Zeitungsserie. „Inhaltlich inspirierend, sehr motivierend, aber vor allem praktisch und lebensnah kommen hier sehr unterschiedliche Stimmen zu Wort,“ so die Jury.

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3. Preis
Der dritte Preis im Journalistenwettbewerb „Rettet den Vorgarten“ geht an die Redaktion Landwirtschaft und Umwelt des Bayerischen Fernsehens mit der Sendung „Unkraut“ vom 14. Mai 2018. Die Reportage von Brigitte Kornberger zeigt, wie sich unsere Gärten in den letzten 50 Jahren gewandelt haben und welche Werte mit dem Stück Land in der jeweiligen Zeit verbunden sind. Darüber hinaus kommen Hausbesitzer und Spezialisten aus der Gartenbranche, aber auch Wissenschaftler zu Wort. Mit einem Forschungsgarten wurde der Beweis erbracht, dass der Schottergarten mittelfristig alles andere als pflegeleicht ist. Die Jury hebt insbesondere den hohen Informationsgehalt des Beitrags und den Appell zu mehr biologischer Vielfalt in lebendigen, artenreichen Gärten für die Lebensqualität der Menschen hervor.

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