Parlamentarischer Abend der „Initiative Grün für Stadt und Land“

Parlamentarischer Abend der „Initiative Grün für Stadt und Land“
Vier Verbände der "Initiative Grün für Stadt und Land" fordern: Klimaanpassung mit Grün - Kommunen stärken, Umsetzung sichern! V. li.: Schirmherr Hermann Färber MdB, BGL-Präsident Thomas Banzhaf, BdB-Präsident Hajo Hinrichs, Julia Schneider MdB, bdla-Präsident Prof. Stephan Lenzen, ZVG-Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf, Esther Dilcher MdB, Dieter Stier MdB und ZVG-Vizepräsident Andreas Kröger. (Fotos: Paul–Phillip Braun/BGL)

Klimaanpassung mit Grün: Kommunen stärken, Umsetzung sichern 

Verbände der grünen Branchen fordern verlässliche Förderung kommunaler Grünmaßnahmen und gute Produktionsbedingungen 
 
Berlin.- Stadtgrün ausbauen, Klimaanpassung dauerhaft finanzieren und Wasser verantwortungsvoll nutzen: Mit diesen Anliegen wandten sich die vier Verbände der „Initiative Grün für Stadt und Land“ an die Bundespolitik. Anlässlich ihres Parlamentarischen Abends am 3. November 2026 in Berlin forderten der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL), der Bund deutscher Baumschulen e. V. (BdB), der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla) und der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) bessere politische und finanzielle Rahmenbedingungen für den Ausbau und Erhalt grün-blauer Infrastruktur in Städten und Gemeinden.

Dabei diskutierten die Verbände mit den Abgeordneten des Deutschen Bundestages, wie Bund und Länder die Kommunen bei der Anpassung an Hitze, Trockenheit und Starkregen dauerhaft finanziell unterstützen können. Die EU-Wiederherstellungsverordnung setzt langfristige Vorgaben für den Erhalt und die Entwicklung städtischen Grüns. Für deren Umsetzung müssten naturbasierte Lösungen qualifiziert geplant, fachgerecht umgesetzt und dauerhaft gepflegt werden. Investitionen in grün-blaue Infrastruktur dürften nicht an knappen kommunalen Haushalten scheitern, mahnten die Verbände. Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) müsse dafür langfristig abgesichert und seine Förderbedingungen praxistauglich gestaltet werden.

Schirmherr Hermann Färber MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat des Deutschen Bundestages: „Die Stärkung der grün-blauen Infrastruktur ist eine wichtige Zukunftsaufgabe, Stadt und Land klimafreundlich umzubauen. Ziel muss es sein, Lebensräume zu schaffen, die der Lebensqualität, der Begegnung und der Gesundheit der Menschen dienen. Ohne die Expertise des Garten- und Landschaftsbaus, ohne die Produkte aus Gärtnereien und Baumschulen, wird dies nicht gelingen. Ein Dankeschön an die einladenden Verbände für den erkenntnisreichen Dialog zwischen Politik und Praxis.“

BGL-Präsident Thomas Banzhaf: „Klimaanpassung gehört als Gemeinschaftsaufgabe ins Grundgesetz. Unsere Städte und Gemeinden brauchen eine verlässliche Unterstützung durch Bund und Länder, um grün-blaue Infrastruktur auszubauen und dauerhaft zu erhalten.“

ZVG-Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf: „Grüne Infrastruktur beginnt nicht erst am Straßenbaum, sondern in unseren Betrieben. Wer klimaangepasste Städte mit mehr Grün will, muss deshalb die Wasserverfügbarkeit für beides sichern: für das Grün in der Stadt und für seine Produktion.“

BdB-Präsident Hajo Hinrichs: „Jetzt ist es wichtig, das Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz finanziell so auszurichten, dass noch mehr Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Der massive Ausbau der grünen Infrastruktur muss heute erfolgen, nicht erst nach langwierigen Staatsstrukturreformen.“

bdla-Präsident Prof. Stephan Lenzen: „Grün-blaue Infrastruktur ist kein optionaler Zusatz, sondern eine zentrale Investition in die Vorsorge und Nachhaltigkeit unserer Städte. Sie vereint effektive Klimaanpassung mit lebendigen Freiräumen. Ich appelliere an Sie als Mitglieder des Deutschen Bundestages: Machen Sie die Förderung grün-blauer Infrastruktur zu einer Priorität der urbanen Transformation.“

Im Anschluss an die große Gesprächsrunde konnten die Teilnehmenden mit den Abgeordneten einzelne Themen zu den dringend notwendigen Maßnahmen zur Klimaanpassung mit grün-blauer Infrastruktur weiter vertiefen. 
BGL / BdB / bdla / ZVG  
 
BGL 

Bild 2, Bild 3
 
Ansprechpartnerinnen Presse:

Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. 
Katrin Block 
Alexander-von-Humboldt-Straße 4, 53604 Bad Honnef 
Tel: 02224 7707-17, Fax: 02224 7707-78 
E-Mail: k.block@galabau.de
 
Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. 
Jana Zielsdorf 
Kleine Präsidentenstraße 1, 10178 Berlin 
Tel: 030 240 86 99-24, Fax: 030 240 86 99-31 
E-Mail: vasileval@gruen-ist-leben.de
 
Bund deutscher Landschaftsarchitekten bdla 
Petra Baum 
Köpenicker Straße 48/49, Aufgang F, 10179 Berlin 
Tel.: 0 30/27 87 15 – 11, Fax: 0 30/27 87 15 – 55 
E-Mail: petra.baum@bdla.de
 
Zentralverband Gartenbau e.V.  
Patricia Steinborn 
Claire-Waldoff-Straße 7, 10117 Berlin  
Tel.: 030 - 20 00 65-203, Fax: 030 - 20 00 65-27 
E-Mail: steinborn@derdeutschegartenbau.de

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