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„Weiterbildung“ im Garten- und Landschaftsbau

In der Fachliteratur der Berufsbildung ist „Weiterbildung“ der Oberbegriff für Anpassungsweiterbildung (auch Anpassungsfortbildung),
Aufstiegsweiterbildung (auch Aufstiegsfortbildung) und Umschulung.  Anpassungsweiterbildung wird in Seminaren, Kursen und Lehrgängen vermittelt, die ohne staatlichen Abschluss enden und ggf. nur vom (nicht staatlichen) Anbieter zertifiziert werden. Zu diesem Bereich zählen u. a. die von den BGL-Landesverbänden veranstalteten fachlichen Seminare

Aufstiegsweiterbildung endet mit einer staatlichen Prüfung und bei Bestehen derselben mit der Vergabe eines in einer staatlichen Verordnung festgelegten, nicht akademischen Titels. Erfolgreiche Absolventen einer Aufstiegsweiterbildung sind der 

Meister im Garten- und Landschaftsbau

Meister

Der Meister ist für die Arbeitsabwicklung auf der Baustelle und für die Ausbildung des Nachwuchses verantwortlich. Er soll in der Lage sein, einen Betrieb nach fachlichen, technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgreich zu führen und Auszubildende ordnungsgemäß auszubilden. Er ist als selbstständiger Unternehmer oder als Arbeitnehmer mit Betriebs- bzw. Abteilungsleiterfunktion tätig. Zugleich kann er die verantwortungsvolle Tätigkeit eines Ausbilders übernehmen.
 
Voraussetzungen
Wer sich zur Meisterprüfung anmeldet, muss die Berufsabschlussprüfung abgelegt haben und danach mindestens zwei Jahre als Landschaftsgärtner tätig gewesen sein. Die Erfahrung zeigt, dass die sorgfältige Planung der Praxisjahre von großer Bedeutung für eine gute Vorbereitung auf die Meisterprüfung ist.

Fachschulen (Meister)

Techniker im Garten- und Landschaftsbau

Techniker / Agrarbetriebswirt 

Der Techniker / Der Agrarbetriebswirt In den meisten Bundesländern gibt es nach wie vor den Techniker/die Technikerin im Garten- und Landschaftsbau. Bisher (2005) wird ausschließlich in Nordrhein-Westfalen der Abschluss eines solchen Fortbildungsganges "Agrarbetriebswirt/in im Garten- und Landschaftsbau" genannt.
 
Der Techniker hat Arbeitsabläufe auf den Baustellen untereinander und mit der Betriebsleitung zu koordinieren und abzuwickeln. Die Tätigkeit des Technikers ist sowohl auf der Baustelle als auch im Büro überwiegend organisatorischer Natur. Der Techniker soll in der Lage sein, Führungsaufgaben zu übernehmen und findet interessante Aufgabenbereiche, z.B. als Betriebs- oder Abteilungsleiter Voraussetzungen: Wer sich zur Technikerprüfung anmeldet, muss die Berufsabschlussprüfung abgelegt haben und danach mindestens ein Jahr als Landschaftsgärtner tätig gewesen sein. Die Erfahrung zeigt, dass die sorgfältige Planung dieses Praxisjahres von großer Bedeutung für eine gute Vorbereitung auf die Prüfung zum Techniker bzw. Agrarbetriebswirt ist.

Zweijährige Fachschulen

Fachagrarwirt Baumpflege und Baumsanierung

Fachagrarwirt Baumpflege

Mit dem zunehmenden Umweltbewusstsein spielt die Erhaltung des Grüns und insbesondere der Gehölze in Außenanlagen und bei Raumbegrünungen eine tragende Rolle.
 
Weitere Bedeutung erhielt der Bereich durch den alten Alleenbestand in den östlichen Bundesländern.
 
Diese Entwicklung erforderte einen Spezialisten, der in der Lage ist, alle den Baum und sein Umfeld betreffenden Faktoren abzuschätzen und entsprechende Sanierungsarbeiten einleiten zu können.


Zu den wichtigsten Aufgaben des Fachagrarwirtes Baumpflege und Baumsanierung gehören daher:

  • Erfassen von Baumschäden, Erkennen der Schadursachen, Beurteilen der Sanierungswürdigkeit und -möglichkeit sowie Kalkulieren der Kosten
  • Vorbereiten und Einrichten von Baustellen, Disponieren der für die Baumpflege und -sanierung benötigten Betriebsmittel, Maschinen und Geräte
  • Durchführen von Pflege- und Sanierungsmaßnahmen am Baum und im Baumumfeld unter Berücksichtigung von Verkehrssicherung sowie Arbeitsschutz und Unfallverhütung
  • Abwickeln von Baustellen nach kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten 

Voraussetzungen
Es besteht eine bundeseinheitliche Fortbildungsverordnung mit Lehrgangsempfehlung vom 29.Juni 1993. Zulassungsvoraussetzung zur Prüfung ist
 
1. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in den anerkannten Ausbildungsberufen GärtnerIn, ForstwirtIn, WinzerIn oder LandwirtIn und danach eine mindestens dreijährige Berufspraxis in Baumschulen, in Betrieben des Garten- und Landschaftsbaues, des Obstbaues, der Fortwirtschaft oder der Landwirtschaft mit wesentlichen Waldbauanteil oder
 
2. eine mindestens fünfjährige Tätigkeit in Betrieben des Gartenbaues, der Forstwirtschaft, des Weinbaues oder der Landwirtschaft und eine mindestens dreijährige Berufspraxis in Baumschulen, in Betrieben des Garten- und Landschaftsbaues, des Obstbaues, der Fortwirtschaft oder der Landwirtschaft mit erheblichem Waldbauanteil.

Bildungseinrichtungen

Lehranstalt für Gartenbau und Floristik Großbeeren e.V.
Theodor-Echtermeyer-Weg 1
14979 Großbeeren
Tel.: 033701 52722
Fax: 033701 57591
http://www.lagf.de/ 
 

Fachverband Garten-, Landschafts- und
Sportplatzbau Hamburg e.V.
Hellgrundweg 45
22525 Hamburg
Tel.: 040 340983
Fax: 040 340984
http://www.galabau-nord.de


Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg
Diebsweg 2
69123 Heidelberg
Tel.: 06221 7484-0
Fax: 06221 7484-13
http://www.lvg-heidelberg.de/ 

Justus-von-Liebig-Schule 
Berufsbildende Schulen der Region Hannover
Einjährige Fachschule Gartenbau und Floristik
Heisterbergallee
8 30453 Hannover
Telefon 0511 400498-30
Telefax 0511 400498-59
http://www.jvl.de 

Geprüfte Natur- und Landschaftspfleger

Natur- und Landschaftspfleger 

Aufgaben und Tätigkeiten 
Mit der Ausweisung von großen Naturschutzgebieten in Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Bedarf an Personen entwickelt, die für Schutzgebietsbetreuung, Information, Aufklärung und Besucherbildung sowie für praktische Naturschutzaufgaben und Landschaftspflegearbeiten benötigt werden.
 
Die besten Voraussetzungen für diese Tätigkeiten bietet der ausgebildete Landschaftsgärtner, der neben seiner praktischen Tätigkeit auch Interesse am Kontakt mit Besuchergruppen unterschiedlichster Art hat. Zu den wichtigsten Aufgaben des geprüften Natur- und Landschaftspflegers gehören:

  • Erkennung und Erfassung von schützenswerten Landschaftsteilen, Lebensräumen und Lebensgemeinschaften
  • Information und Beratung über Naturschutz und Landschaftspflege
  • Planung und Durchführung von Maßnahmen der Besucherbetreuung

Voraussetzungen
Es besteht eine bundeseinheitliche Fortbildungsverordnung vom 6. März 1998. Zulassungsvoraussetzung zur Prüfung ist:

  • eine mit Erfolg abgeschlossene Abschlussprüfung in einem der anerkannten Ausbildungsberufe Landwirt/-in, Gärtner/-in, Forstwirt/-in, Revierjäger/-in, Winzer/-in, Fischwirt/-in, Tierwirt/-in (Schwerpunkt Schafhaltung) oder Wasserbauer/-in und danach eine
  • mindestens dreijährige Berufspraxis in einem der genannten Berufe. 

Fachagrarwirt Golfplatz- bzw. Sportrasenpflege - Greenkeeper

Fachagrawirt Golfplatzpflege

Aufgaben und Tätigkeiten 

Mit der steigenden Zahl der Golfplätze wächst auch der Bedarf an qualifiziertem Pflegepersonal Golfplatzpfleger oder Greenkeeper  sind die Spezialisten für eine fachgerechte Entwicklung, Pflege und Unterhaltung der ha-großen Golfplätze.
 
Sie sind in der Lage, funktionsfähige, intensiv genutzte Sportflächen und roßräumig weitgehend naturbelassene Zonen innerhalb eines Golfplatzes in
Einklang zu bringen.  

Zu den wichtigsten Aufgaben des Greenkeepers gehören:

  • Verantwortliche Organisation und praktische Ausführung von vegetationsbezogener Pflege und Entwicklung einer Golfanlage unter Berücksichtigung der Belange von Umwelt und Golfsport.
  • Einsatz und Wartung von speziellen Maschinen und Geräten, z.B. für Bodenpflege, Düngung und Pflanzenschutz sowie von unterschiedlichen Mähgeräten
  • Planung und Einsatz von Personal und andere Führungs- und Koordinationsaufgaben (Platzmanagement)

Voraussetzungen
Es gibt noch keine bundeseinheitliche Prüfungsverordnung oder Lehrgangsempfehlungen für diesen Fortbildungsberuf.
 
Regionale Regelungen bestehen dagegen im Bereich der Landwirtschaftskammer NRW und in Bayern. Neben weitgehender Vergleichbarkeit gibt es auch einige länderbezogene Unterschiede, z.B. bei den Eingangsvoraussetzungen und der Lehrgangsorganisation. Interessenten werden deshalb gebeten, Einzelheiten bei der Landwirtschaftskammer NRW in Münster oder beim Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in München bzw. bei den nachfolgend genannten Bildungseinrichtungen zu erfragen.
 
Grundsätzliche Zulassungsvoraussetzung zur Prüfung ist eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in den Berufen Gärtner, Landwirt, Forstwirt und Winzer.
 
Darüber hinaus werden eine mindestens dreijährige Berufspraxis einschließlich einer Tätigkeit in der Golfplatzpflege für gewisse Spielzeiten auf einem Golfplatz und der Besuch entsprechender Fortbildungslehrgänge erfordert.

Bildungseinrichtungen

DEULA-Rheinland GmbH 
Krefelder Weg 41
47906 Kempen
Tel.: 02152 2057-70 F
ax: 02152 2057-99
http://www.deula-kempen.de/ 

DEULA Bayern GmbH Berufsbildungszentrum 
Wippenhäuser Straße
65 85354 Freising
Tel.: 08161 4878-0
Fax: 08161 4878-48
http://www.deula-bayern.de/

Staatlich geprüfte Headgreenkeeper 

Headgreenkeeper

Geprüfter Headgreenkeeper 
 
Der Headgreenkeeper baut auf dem Abschluss Fachagrarwirt Golfplatzpflege – Greenkeeper- auf und bietet die Aufstiegsmöglichkeit zur selbstständigen Führungskraft in der Golfplatzpflege. Insbesondere gefordert sind Managementqualitäten sowie eine Erweiterung des rasenfachlichen Wissens.
 
Aufgaben und Tätigkeiten 
Neben fundiertem betriebswirtschaftlichem und rechtlichem Wissen muss der Headgreenkeeper Rethorik und Verhandlungstechniken, Personalgewinnung und Personalführung, Qualitäts- und Zeitmanagement, die Vereinbarkeit von Platzmanagement und Umwelt sowie den reibungslosen Betrieb einer Golfanlage beherrschen. 

Voraussetzungen
Es gibt keine bundeseinheitliche Verordnung für diesen Fortbildungsberuf.
 
Regionale Regelungen bestehen dagegen im Bereich der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und in Bayern. Wie auch beim Fachagrarwirt Golfplatzpflege – Greenkeeper- gibt es einige länderspezifische Unterschiede, z. B. bei den Eingangsvoraussetzungen und der Lehrgangsorganisation. Interessenten werden daher gebeten, Einzelheiten bei den unten genannten Bildungseinrichtungen zu erfragen.

Bildungseinrichtungen

DEULA Kempen GmbH 
Krefelder Weg 41
47906 Kempen
Tel.: 02152 2057-70
Fax: 02152 205799
E-Mail: deula-kempen@fb14125c5a874d4a8c1df8fcecaa881cdeula.de 
Internet: http://www.deula-kempen.de/ 

DEULA Bayern GmbH 
Wippenhäuser Str. 65
85354 Freising
Tel.: 08161 4878-0
Fax: 08161 487848
E-Mail: info@19d0c938b35d46a5aed9f6901ffb18d4deula-bayern.de 
Internet: http://www.deula-bayern.de/