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Bundesministerin Karliczek informiert sich bei LandschaftsgärtnerInnen über Ausbildung im GaLaBau

Nachwuchssicherung und Klimaschutz mit Grün

Bad Honnef/Lengerich.- Über Ausbildung und Nachwuchssicherung im GaLaBau kamen die LandschaftsgärtnerInnen am Montag mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek MdB, ins Gespräch. Ein weiteres Thema war die Klimaanpassung in Städten und Gemeinden mit Grün. Die Ministerin informierte sich dazu aus erster Hand im Rahmen eines Betriebsbesuchs bei der Firma Reiffenschneider in Lengerich.

Dem Unternehmer Michael Reiffenschneider, selbst Meister im Garten- und Landschaftsbau, ist die Ausbildung ein wichtiges Anliegen – auch mit Blick auf die Nachwuchs- und Fachkräftesicherung. Der Betrieb möchte mit seinem attraktiven und vielseitigen Ausbildungsangebot gezielt junge Leute ansprechen, die als „naturverbundene PraktikerInnen“ Gärten und Landschaft mitgestalten möchten. Im Austausch der Ministerin mit Ausbildern und Auszubildenden wurde auch das Förderwerk AuGaLa vorgestellt, mit dem die grüne Branche Betriebe und Azubis auf ihrem Weg unterstützt.

Anja Karliczek MdB, Bundesministerin für Bildung und Forschung:
„Der Arbeitsmarkt ist für Tätigkeiten im Garten- und Landschaftsbau so gut wie nie zuvor. Junge Menschen haben dort hervorragende Berufsperspektiven, denn gestaltetes Grün wird auch
künftig bei privaten und kommunalen AuftraggeberInnen gefragt sein. MitarbeiterInnen im Garten- und Landschaftsbau sind wichtige BeraterInnen, wenn es darum geht, die Gestaltung von Außenanlagen an die sich ändernden Klimaverhältnisse anzupassen.“

Paul Saum, Vizepräsident des BGL, dort zuständig für die Berufsbildung:
„Mit unserem brancheneigenen Ausbildungsförderwerk setzen wir im Garten- und Landschaftsbau Maßstäbe. Überbetriebliche Ausbildung, Beratung von Betrieben und attraktive Weiterbildungsangebote bilden die Grundlage für kompetente LandschaftsgärtnerInnen von
morgen. Das alles übrigens ohne staatliche Subventionen. Die Zahlen der letzten Jahre zeigen, dass wir damit hervorragend aufgestellt sind und unsere Betriebe als attraktive ArbeitgeberInnen wahrgenommen werden.“

H. Christian Leonhards, Präsident des VGL NRW:
„Wir möchten jungen Leuten eine klare Perspektive geben – mit einer guten Ausbildung und zukunftsfesten Arbeitsplätzen. Dabei können die Azubis sicher sein, dass sie mit ihrer Arbeit etwas Sinnvolles schaffen: Gärten, öffentliche Grünflächen oder Gebäudegrün leisten wichtige Beiträge zum Klimaschutz und für die Gesundheit der Menschen. Deshalb erwarte ich von der Bundespolitik, dass sie in der nächsten Legislaturperiode die klimagerechte Stadtentwicklung mit Grün entschlossen vorantreibt.“
BGL

Foto 1: Bundesministerin Anja Karliczek informierte sich beim GaLaBau-Unternehmen Reiffenschneider in Lengerich über die Ausbildung der LandschaftsgärtnerInnen. Links neben Ihr: Unternehmerin Frauke Reiffenschneider. Erster rechts neben der Ministerin: BGL-Vizepräsident Paul Saum, (dann v.r.) GaLaBau-Unternehmer Michael Reiffenschneider und H. Christian Leonhards, Präsident des VGL NRW. (Foto: AuGaLa)

Foto2: Bundesministerin Anja Karliczek (5. von rechts), inmitten von Azubis und Ausbildern des GaLaBau-Betriebs Reiffenschneider in Lengerich. Ganz links: H. Christian Leonhards, Präsident der VGL NRW. Von rechts: Christoph Lau, Geschäftsführer VGL NRW, Paul Saum, BGL-Vizepräsident und GaLaBau-Unternehmer Micheal Reiffenschneider. (Foto: AuGaLa)

Das Ausbildungsförderwerk Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (AuGaLa) e. V.
Mit der Gründung des Ausbildungsförderwerkes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (AuGaLa) wurde 1977 bundesweit eine Einrichtung geschaffen mit den Zielen, die Betriebe mit einer ausreichenden Anzahl von Fachkräften zu versorgen, die Qualität der Ausbildung zu erhöhen und die Ausbildung in den Betrieben finanziell zu unterstützen.
Grundgedanke des AuGaLa ist, mit dem Sozialpartner Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für die Berufsbildung zu schaffen. Er bildet die Grundlage dafür, dass die Kosten der Ausbildung des qualifizierten Nachwuchses auf alle Betriebe im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau verteilt werden. So zahlen sie monatlich 0,8 Prozent ihrer Bruttolohnsumme als Ausbildungsumlage an das AuGaLa.

Trotz einer stetig wachsenden Zahl von GaLaBau-Betrieben steigt die Zahl der Betriebe, die ausbilden, nicht vergleichbar. Deshalb muss das AuGaLa die Ausbildungsbetriebe besonders fördern, da diese Betriebe in Vorleistung treten und somit den Nachwuchs an Fachkräften für die gesamte Branche sicherstellen.

BGL und grüne Branche – Zahlen und Fakten
Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) ist ein Wirtschafts- und Arbeitgeberverband. Er vertritt die Interessen des deutschen Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus auf Bundesebene und in Europa. In seinen zwölf Landesverbänden sind über 4.100 vorwiegend kleine und mittlere Mitgliedsunternehmen organisiert. Als Dienstleister geben sie sich am geschützten Signum mit dem Zusatz „Ihre Experten für Garten & Landschaft“ zu erkennen und bieten maßgeschneiderte, individuelle Lösungen rund ums Bauen mit Grün. Damit erzielen die Mitgliedsbetriebe zurzeit über 60 Prozent des gesamten Marktumsatzes in Deutschland.

Der Gesamtumsatz der grünen Branche stieg in 2020 auf rund 9,38 Milliarden Euro. Diesen Meilenstein setzten die 18.696 Fachbetriebe mit ihren insgesamt 123.354 Beschäftigten mit vielfältigen Dienstleistungen um: Mit hoher Kompetenz planen, bauen, entwickeln und pflegen sie Grün- und Freianlagen aller Art im privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereich.

Ansprechpartner/in:

Thomas Krämer
Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V.
Alexander-von-Humboldt-Straße 4, 53604 Bad Honnef
Tel: 02224 7707-20, E-Mail: t.kraemer@galabau.de
www.galabau.de

Katrin Block (Pressesprecherin)
Tel: 02224 7707-17, E-Mail: k.block@galabau.de
www.galabau.de

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