A n z e i g e Einblicke | 23 Baumallee in Bad Honnef Foto: Katrin Block „Das sollten Kommunen viel öfter machen: testen, experimentieren – und zwar gemeinsam mit den Menschen aus der Praxis.“ Das sollten Kommunen viel öfter machen: testen, experimen- tieren – und zwar gemeinsam mit den Menschen aus der Praxis. Dafür müssen sie nicht gleich eine ganze Straße ausschreiben. Es reichen auch erst einmal ein, zwei Baumgruben. Das Denken müsste sich verändern: von „Top down“ zu einem Miteinander für konkrete ortspezifische Lösungen. Das heißt? Dieterle: Von: Die Kommune plant, schreibt aus, lässt bauen – hin zu: Verschiedene lokale Akteurinnen und Akteure, unter anderem aus dem GaLaBau, über- legen in einem schrittweisen Pro- zess, wie eine Kommune so etwas wie das Stockholmer System aus- probieren könnte, um daraus zu lernen und besser zu werden. Welches ist für Sie das wich- tigste Zukunftsthema für die nachhaltige Freiraum- und Stadtgestaltung? Dieterle: Für mich steht soziale Gerechtigkeit erst einmal über allem. Darunter fällt dann auch der Aspekt Klimawandelanpas- sung. In Deutschland geht es oft um technische Lösungen. Atmende Räume in Häusern, Landschaft Bauen & Gestalten · 8/2023 kühle Plätze in der Stadt, das ist alles sehr wichtig. Gleichzeitig ist Anpassung an den Klimawan- del aber auch ein menschliches Thema. Beispielsweise sterben Menschen ja oft nicht an der Hitze an sich, sondern daran, dass sie zu wenig trinken. Über Verhal- tensänderungen ließe sich sehr viel erreichen. Deshalb müssen wir die Menschen informieren, sie mitnehmen bei der Anpassung an Extremwetter. Und wir müssen eben wirklich allen Menschen passende Freiräume in der Stadt bieten, Räume, in denen sie sich sicher und wohl fühlen. Welche Rolle kann der GaLaBau dabei übernehmen? Dieterle: Für den GaLaBau sehe ich hier vor allem eine beratende und unterstützende Funktion. Und die nehmen die Expert*innen ja auch bereits wahr: Sie beraten die zuständigen Fachleute in den Kommunen. Und sie unterstützen die Menschen dabei, sich Stadt- raum anzueignen: Nämlich indem sie Flächen bei der Umsetzung der kommunalen Planung mit ihrem Wissen und ihren Ideen so gestalten, dass man sich dort gern aufhält. Autorin: Kirsten Lange Alle Kinder toben gern Spielplätze sollten nicht nur für die Kleinsten gestaltet werden. Auch größere Kinder und Teenager suchen Plätze, um sich abzureagieren oder einfach gemeinsam zu chillen. Wenig Bewegung, viel sitzen: So lässt sich heute der Schul- alltag für die meisten Kinder kurz beschreiben. Und selbst wenn der Ganz tagesunterricht am Ende noch etwas Zeit zum Spielen lassen würde, gibt es häufig nur Spiel- plätze für die Kleinsten. Doch auch die Schüler der Sekundarstufe wollen sich manchmal austoben. Das ist mit den neuen Angeboten möglich. Spielplätze sehen sich überall zum Verwechseln ähnlich: ein Sandkasten mit Holzumran- dung, eine Wippe aus Holz oder Metall, vielleicht noch eine Rutsch- bahn – ebenfalls aus Holz oder Metall – sowie ein pflegeleichtes Klettergerüst. Um den Spielplatz stehen Bänke für das betreuende Elternteil. Damit ist die Zielgruppe im Prinzip schon festgelegt: Klein- kinder bis zum Grundschulalter. Die größeren suchen sich etwas anderes. Doch oftmals beschränkt sich das Angebot für die größeren auf Fußballtore oder Basketball- körbe. Manchmal wird auch noch eine Halfpipe angeboten. Wer ohne Ball und Board unterwegs ist, geht meist leer aus. Das muss aber nicht sein. Beispielsweise bietet die Firma Spogg aus Aßlar-Berghausen Alternativen sowohl für größere Kinder als auch für Behinderte. Dabei handelt es sich etwa um wetterfeste und pflegeleichte Trampoline mit Fallschutzplatten sowie Zugangsmöglichkeiten für Rollstuhlfahrer. Die Trampoline fördern nicht nur das miteinander Toben, sondern obendrein wird spielerisch Motorik und Gleichge- wichtssinn geschult – Fähigkeiten, die wegen des langen Schulalltags häufig verkümmern. Doch das Angebot an Spielplatzgeräten geht darü ber deutlich hinaus: Geräte mit Dreh-Wipp-Mechanik, Karussells, Schaukeln, Netzbaum und andere Klettergeräte wie „Traumfänger“ (erst klettern, nun träumen) sowie „Hamsterrad“, „Kometenschweif“ und anderes mehr. Die einen möchten sich grenzenlos austo- ben, die anderen in Gesellschaft chatten und chillen. Für sie alle ist was dabei. Dass diese Geräte überall gut ankommen, zeigen auch Bilder aus aller Welt, etwa aus Japan, Neuseeland oder aus dem Irak. Selbstverständlich sind alle Geräte aus diesem „Hally-Gally- Repertoire“ des Herstellers für jeden kommunalen Einsatz – also auf Schulhöfen, Außenanlagen der Kitas sowie öffentlichen Spielplät- zen – geeignet, da sie aus hoch- wertigen, langlebigen Materialien bestehen und strengen Sicher- heitskriterien bei Herstellung und Aufbau unterliegen. Gerade in der heutigen Zeit mit ihrer Bewegungs- armut durch Lockdowns, Handy & Co. ist es erfreulich zu sehen, wie Kinder und Jugendliche solche Spielangebote freudig annehmen. Auch die Lehrer werden es danken, wenn durch die Bewegung in den Pausen anschließend die Konzen- tration wieder höher ist. Weitere Informationen: SPOGG Sport Güter GmbH Telefon 06443 811262 spogg@hally-gally-spielplatzgeraete.de www.hally-gally-spielplatzgeraete.de